Vom CAD-Modell auf die Werkbank: Die Geschichte hinter dem Ananas-Hut
Wie aus einer spontanen CAD-Skizze ein handbemaltes Designobjekt für das Studio wurde.
Ein verregneter Dienstag und eine spontane Idee
Es begann an einem grauen Nachmittag, an dem es im Studio ungewöhnlich ruhig war. Der CAD-Bildschirm war leer, der Kaffee lauwarm und die Gedanken schwoften ab in Richtung Sommer. Aus dem Nichts entstand auf der digitalen Arbeitsfläche die Krone einer Low-Poly-Ananas. Warum eine Ananas? Keine Ahnung. Aber nach zwanzig Minuten brachte das erste Drahtgittermodell mich zum Schmunzeln.
Nicht jedes Design muss die Welt verändern. Manchmal braucht es einfach ein farbenfrohes, ehrlich amüsantes Objekt, das Leben auf den Schreibtisch bringt. Aus diesem einfachen 3D-Netz entstand die Blaupause für unser neuestes Experiment im Bereich individuelles Produktdesign.
Vom digitalen 3D-Netz zum physischen Prototyp
Ein digitales Modell in ein reales Objekt zu übersetzen, hält immer Überraschungen bereit. Den ersten Formtest machten wir im FDM-Druck mit einfachem PLA-Filament. Diese ersten Entwürfe waren grob, gaben uns aber sofort ein Gefühl für Proportionen, die Ausrichtung der Blätter und die Standfestigkeit. Anfangs erinnerten sie an gelbe Plastik-Akkordeons – etwas klobig, aber extrem wertvoll für den Prozess.
Als die Maße stimmten, wechselten wir das Verfahren. Der moderne 3D-Druck bietet je nach Detailgrad unterschiedliche Möglichkeiten. Um die feine Rautenstruktur der Schale und die dünnen Blattspitzen präzise abzubilden, stiegen wir auf Resindruck um. Der Unterschied war sofort sichtbar: Jede Kante war scharf definiert, die Oberfläche glatt und bereit für den Farbauftrag.
Feinarbeit auf der Werkbank
Ein frisch gehärtetes Harzteil ist zunächst nur eine matte, graue Hülle. Seine Wirkung entfaltet das Objekt erst auf der Werkbank im Studio. So entsteht aus dem Rohdruck das fertige Stück:
- Feinschliff & Vorbereitung: Das Mikroschleifen der Unterseite sorgt für einen planen, stabilen Stand.
- Grundierung: Ein warmes Honiggelb wird mit der Airbrush auf den strukturierten Korpus aufgetragen.
- Blattdetails: Drei abgestimmte Grüntöne verleihen der Krone natürliche Tiefe.
- Schutzlack: Ein seidenmattes Finish schützt die Farben vor dem Ausbleichen unter der Schreibtischlampe.
Da jeder Pinselstrich von Hand gesetzt wird, gleicht kein Stück dem anderen. Genau diese subtilen Abweichungen machen den Reiz von Kleinserien aus.
Ein Akzent für kreative Arbeitsplätze
Wir haben dieses Objekt für Kreative, Illustratorinnen und alle entwickelt, die Humor im Schreibtisch-Alltag schätzen. Ob auf einer kleinen Sukkulente, neben dem Grafiktablett oder auf einem Schreibtisch-Maskottchen – der Hut setzt einen klaren, fröhlichen Akzent. Er ist eine einfache Erinnerung daran, dass Design auch Spaß machen darf.
FAQ
Welche Materialien werden für den Ananas-Hut verwendet?
Die finale Version wird im hochauflösenden Resindruck gefertigt, mit Acrylfarben von Hand bemalt und mit einem seidenmatten Schutzlack versiegelt. Für die ersten Passform-Tests nutzten wir PLA-Filament im FDM-Verfahren.
Wie sind die Abmessungen und wofür eignet er sich am besten?
Der Hut ist etwa 8,9 cm hoch und hat einen Basisdurchmesser von 6,4 cm. Er passt ideal auf kleine Pflanztöpfe, Regalfiguren, Monitor-Ecken oder Werkbänke.
Sind individuelle Anpassungen oder eigene Farbschemata möglich?
Ja. Da jedes Stück auf unserer Werkbank von Hand fertiggestellt wird, bieten wir Anpassungen im Bereich individuelles Produktdesign an – beispielsweise alternative Blattfarben, Pastelltöne oder angepasste Sockelgrößen.
Wie pflege und reinige ich den Ananas-Hut?
Verwenden Sie zur Reinigung einfach einen weichen, trockenen Pinsel oder ein Mikrofasertuch. Vermeiden Sie scharfe Reinigungsmittel und dauerhafte, direkte Sonneneinstrahlung, um die Acrylfarben zu schützen.
Kontaktieren Sie uns: support@memorieslab.co
← Back to gallery